Wechseljahre / Hormonsprechstunde
Individuelle Hormonmedizin für Frauen in der Lebensmitte
Die Wechseljahre sind mehr als Hitzewallungen. Schlaf, Stimmung, Leistungsfähigkeit, Gewicht, Gelenke, Sexualität und Wohlbefinden können sich bereits während der Perimenopause verändern. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Beschwerden einzuordnen und gemeinsam eine individuelle Behandlungsstrategie zu entwickeln.
Perimenopause & Wechseljahre Die hormonelle Umstellung beginnt häufig schon Jahre vor der letzten Regelblutung. Diese Phase wird als Perimenopause bezeichnet. Die Funktion der Eierstöcke verändert sich zunehmend und die Hormonspiegel können deutlich schwanken. Beschwerden können deshalb bereits auftreten, obwohl die Menstruation noch regelmäßig ist. Mögliche Beschwerden sind unter anderem: Hitzewallungen und Schweißausbrüche Ein- und Durchschlafstörungen Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit Stimmungsschwankungen und innere Unruhe Konzentrationsprobleme und „Brain Fog“ Gelenk- und Muskelbeschwerden Veränderungen von Gewicht und Körperzusammensetzung Veränderungen von Haut und Haaren vaginale Trockenheit und Beschwerden im Intimbereich Veränderungen von Libido und Sexualität unregelmäßige oder veränderte Blutungen Nicht jede dieser Veränderungen ist automatisch hormonell bedingt. Deshalb ist es wichtig, Beschwerden nicht isoliert zu betrachten, sondern andere mögliche Ursachen in die medizinische Beurteilung einzubeziehen.
Unsere Hormonsprechstunde Zuhören – einordnen – individuell behandeln Im Mittelpunkt unserer Hormonsprechstunde stehen nicht einzelne Laborwerte, sondern Sie und Ihre Beschwerden. Wir betrachten Ihre aktuelle Lebensphase, Ihren Zyklus, bestehende Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente und persönliche Risikofaktoren. Gemeinsam besprechen wir, welche Diagnostik sinnvoll ist und welche Behandlung zu Ihrer persönlichen Situation passt. Je nach Fragestellung können eine gynäkologische Untersuchung, Ultraschall sowie gezielte Laboruntersuchungen Bestandteil der Abklärung sein.
Brauche ich einen Hormonstatus? Nicht jede Frau in den Wechseljahren benötigt eine umfangreiche Hormondiagnostik. Gerade ab etwa 45 Jahren können typische Beschwerden und Veränderungen des Menstruationszyklus häufig bereits wichtige Hinweise auf die beginnende Perimenopause geben. In bestimmten Situationen kann eine gezielte Labordiagnostik jedoch sinnvoll sein – beispielsweise bei unklaren Beschwerden, auffälligen Zyklusveränderungen oder wenn andere hormonelle oder internistische Ursachen ausgeschlossen werden sollen. Dabei können neben Sexualhormonen beispielsweise auch Schilddrüsen- oder Stoffwechselparameter eine Rolle spielen. Wir behandeln deshalb nicht einen Laborwert, sondern die Frau dahinter.
individuelle Hormonersatztherapie Bei belastenden Wechseljahresbeschwerden kann eine menopausale Hormontherapie (MHT) eine wirksame Behandlungsmöglichkeit sein. Dabei gibt es nicht die eine Hormonersatztherapie, die für jede Frau gleichermaßen geeignet ist. Art, Dosierung und Anwendung der Hormone sollten individuell an Beschwerden, Lebensphase, Vorerkrankungen und persönliche Risikofaktoren angepasst werden. Östrogen Östrogen kann beispielsweise über die Haut als Gel oder Spray angewendet werden. Diese sogenannte transdermale Anwendung ermöglicht die Aufnahme über die Haut. Welche Form der Behandlung sinnvoll ist, entscheiden wir individuell. Progesteron Bei Frauen mit Gebärmutter muss bei einer systemischen Östrogentherapie in der Regel zusätzlich die Gebärmutterschleimhaut geschützt werden. Hierfür stehen unterschiedliche Gestagene zur Verfügung. Eine Möglichkeit ist körperidentisches, mikronisiertes Progesteron. Lokale Östrogentherapie Trockenheit, Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder wiederkehrende Beschwerden im Bereich von Scheide und Harnwegen können durch den Östrogenmangel begünstigt werden. In diesen Fällen kann eine lokale Östrogentherapie eine gezielte Behandlungsmöglichkeit darstellen.
Ist eine Hormontherapie sicher? Die Frage nach Nutzen und Risiken einer Hormontherapie lässt sich nicht für alle Frauen gleich beantworten. Entscheidend sind unter anderem das Alter, der Zeitpunkt des Therapiebeginns, persönliche und familiäre Risikofaktoren sowie Art, Dosierung und Anwendung der verwendeten Hormone. Vor Beginn einer Behandlung betrachten wir deshalb unter anderem Ihre Brustgesundheit, mögliche Thromboserisiken, Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, gynäkologische Vorerkrankungen und ungewöhnliche Blutungen. Unser Grundsatz lautet: Hormone weder grundsätzlich ablehnen noch unkritisch einsetzen – sondern individuell entscheiden.
Longevity & Healthy Aging Nicht nur älter werden – möglichst lange gesund bleiben Die Lebensmitte ist ein guter Zeitpunkt, nicht nur aktuelle Beschwerden zu behandeln, sondern auch die langfristige Gesundheit in den Blick zu nehmen. Dabei interessiert uns nicht allein die Lebensspanne. Entscheidend ist die sogenannte Healthspan: die Anzahl der Lebensjahre, die wir möglichst gesund, selbstständig, körperlich leistungsfähig und mit hoher Lebensqualität verbringen. Die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre betreffen dabei mehr als den Menstruationszyklus.
Die fünf Säulen des gesunden Alterns Muskel & Bewegung Muskelmasse und Kraft sind wichtige Voraussetzungen für Mobilität, Stoffwechselgesundheit und Selbstständigkeit im höheren Lebensalter. Regelmäßige Bewegung und insbesondere Krafttraining gewinnen deshalb in der Lebensmitte zunehmend an Bedeutung. Knochen Östrogen spielt eine wichtige Rolle für den Knochenstoffwechsel. Mit der Menopause kann der Knochenabbau zunehmen. Individuelle Risikofaktoren für Osteoporose sollten deshalb frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden. Stoffwechsel & Körperzusammensetzung Mit zunehmendem Alter können sich Muskelmasse, Fettverteilung und Stoffwechsel verändern. Gewicht allein erzählt dabei nur einen Teil der Geschichte. Bewegung, Ernährung, Schlaf, hormonelle Veränderungen und individuelle Stoffwechselfaktoren greifen ineinander. Herz-Kreislauf-Gesundheit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören auch bei Frauen zu den wichtigsten gesundheitlichen Risiken im höheren Lebensalter. Blutdruck, Stoffwechsel, Bewegung, Rauchen und weitere individuelle Risikofaktoren gehören deshalb zu einer langfristigen Gesundheitsstrategie. Schlaf & Regeneration Guter Schlaf ist ein wesentlicher Bestandteil körperlicher und psychischer Gesundheit. Gerade während der Perimenopause können hormonelle Veränderungen den Schlaf erheblich beeinträchtigen. Deshalb nehmen wir Schlafstörungen als Symptom ernst und beziehen sie in die Behandlung ein.
Ihre Behandlung – Schritt für Schritt 1. Ausführliches Gespräch Wir erfassen Ihre Beschwerden, Zyklusveränderungen, Vorerkrankungen, Medikamente, persönliche Risikofaktoren und Ihre individuellen Therapieziele. 2. Medizinische Beurteilung Je nach Fragestellung erfolgen gynäkologische Untersuchung, Ultraschall oder weitere Untersuchungen. 3. Gezielte Diagnostik Laborwerte bestimmen wir dort, wo sie für die konkrete Fragestellung sinnvoll sind und Konsequenzen für die weitere Behandlung haben. 4. Gemeinsame Therapieentscheidung Wir besprechen die verschiedenen Möglichkeiten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen und entwickeln daraus Ihre persönliche Behandlungsstrategie. 5. Verlaufskontrolle Eine Hormontherapie ist für uns kein einmaliges Rezept. Wirkung und Verträglichkeit werden im Verlauf überprüft und die Behandlung bei Bedarf angepasst.
Häufige Fragen zur Hormonsprechstunde Wann beginnen die Wechseljahre? Die hormonelle Umstellung kann bereits mehrere Jahre vor der letzten Menstruation beginnen. Diese Phase wird als Perimenopause bezeichnet. Zeitpunkt und Verlauf unterscheiden sich von Frau zu Frau. Kann ich in den Wechseljahren noch schwanger werden? Solange noch eine Eierstockfunktion besteht, kann grundsätzlich auch eine Schwangerschaft eintreten. Eine Hormonersatztherapie ist keine Verhütung. Brauche ich vor einer Hormontherapie einen Hormonstatus? Nicht grundsätzlich. Ob eine Hormonbestimmung sinnvoll ist, hängt von Alter, Beschwerden, Zyklus und individueller Fragestellung ab. Sind körperidentische Hormone möglich? Für die menopausale Hormontherapie stehen unter anderem Präparate mit Estradiol und mikronisiertem Progesteron zur Verfügung, deren Hormonstruktur den körpereigenen Hormonen entspricht. Ob diese Behandlung für Sie geeignet ist, wird individuell beurteilt. Wie lange darf ich Hormone einnehmen? Eine starre, für alle Frauen geltende Behandlungsdauer gibt es nicht. Indikation, Nutzen, mögliche Risiken und persönliche Wünsche sollten im Verlauf regelmäßig neu bewertet werden.
Hormonsprechstunde in Seeheim-Jugenheim Unsere Praxis befindet sich in Seeheim-Jugenheim südlich von Darmstadt. Wir begleiten Frauen aus Seeheim-Jugenheim, Darmstadt, der Bergstraße und Umgebung bei Fragen rund um Perimenopause, Wechseljahre, Hormonersatztherapie und gesundes Altern. Jochen HerbFacharzt für Frauenheilkunde und GeburtshilfeAm Grundweg 764342 Seeheim-Jugenheim [Termin zur Hormonsprechstunde online vereinbaren]

